Ratsmehrheit lehnt belastbare Grundlagen für Bürgerbeteiligung zum neuen Bäderkonzept ab – Beginn Dachsanierung Frankenbad weiterhin offen

CDU, FDP und Grüne lehnen im Sportausschuss eine neue Bauzustandserfassung und Kostenschätzung für alle Bestandsbäder als einzig sinnvolle Planungsgrundlage für die kommende teure und aufwendige Bürgerbeteiligung ab.

Damit geht die Misere beim Bäderkonzept weiter:

  • Jahrelang versäumte Einbindung der Bürger zum Bäderkonzept,
  • zwei darauffolgende Bürgerentscheide,
  • mehr als 6 Mio. Euro Planungskosten für das Schwimmbad im Wasserland
  • und trotz der Kostenexplosion bei der Sanierung der Beethovenalle – eben wegen einer fehlenden belastbaren Bauzustandserfassung.

Das neue Bäderkonzept als Ergebnis des geplanten Bürgerbeteiligungsverfahrens soll nun auf Grundlage unvollständiger und veralteter Gutachten erarbeitet werden und droht damit zu einem weiteren Meilenstein in der Bädermisere zu werden.

Die Gesellschaft für Bürgergutachten (GfB) aus München wird das Bürgerbeteiligungsverfahren durchführen. Es soll eine große Auftaktveranstaltung, eine Planungswerkstatt und einen Runden Tisch geben. 100 Bürger sollen an der Bürgerwerkstatt teilnehmen. Alle erhalten eine Aufwandsentschädigung. Das Ergebnis soll Ende 2019 vorliegen.

Die enorme Diskrepanz zwischen dem Aufwand bei der Ausgestaltung der Bürgerbeteiligung und dem Verzicht auf aktuelle und belastbare Arbeitsgrundlagen in Form einer Bauzustandserfassung sowie valider Kostenschätzungen im Vorfeld(!), weckt Zweifel an der politischen Ernsthaftigkeit des Beteiligungsprozesses. Das Ergebnis dürfte auf wenig Akzeptanz in Politik und Bürgerschaft stoßen, da niemand die Kosten der verschiedenen Umsetzungsvarianten wird veranschlagen können, womit sich die Misere fortsetzt und wir keinen Schritt weiter sind, meinen die Frankenbadfreunde.

Die Ablehnung des SPD-Antrags wurde in der Sitzung damit begründet, dass Jamaika, falls die Koalition diesen Antrag selbst gestellt hätte, sich dem Vorwurf ausgesetzt hätte, sie würde das Thema „vertagen, verzögern und verteuern“. Damit haben CDU, FDP und Grüne deutlich gemacht, dass das neue Bäderkonzept finanziell nicht belastbar sein wird. Es stellt sich die Frage, ob diese Entscheidung zum Wohle der Stadt Bonn und ihrer BürgerInnen erfolgt ist. Mit einem zwar neuen, aber nicht realisierbaren Bäderkonzept ist den BürgerInnen der Stadt Bonn nicht gedient.

Die Frankenbadfreunde befürchten eine weitere Verschiebung der dringend gebotenen Sanierung und damit eine zunehmende Gefährdung vor allem des Baudenkmals Frankenbad. Der Bürgerantrag der Frankenbadfreunde, bis Ende des ersten Quartals eine verbindliche Zeitschiene für die Dachsanierung vorzulegen, wurde abgelehnt, weil die Stadt dies von sich aus in Aussicht gestellt hatte. Nun ist das erste Quartal abgelaufen, ohne dass der Oberbürgermeister die Zeitschiene vorgelegt hätte. Damit ist der Beginn der Dachsanierung weiter offen. Die Frankenbadfreunde bleiben am Ball.

Weitere Informationen erhalten Sie während unserer vorösterlichen Pflanzaktion am Frankenbadplatz am Samstag, den 6.04.2019 ab 12.00 Uhr.

Pressemitteilung als PDF>>

 

Frankenbadfreunde freuen sich über Unterstützung der SPD

Die Freundinnen und Freunde des Frankenbades e. V. begrüßen den Antrag der SPD zur Weiterentwicklung der Bäderlandschaft in Bonn; siehe
http://www2.bonn.de/bo_ris/daten/o/pdf/19/1910525.pdf

Mit dem Antrag greift die SPD die seitens des Vereins bereits im November 2018 vorgetragene Kritik an der vom Oberbürgermeister vorgeschlagenen Ausgestaltung des Bürgerbeteiligungskonzepts zum gesamtstädtischen Bäderkonzept auf und macht hierzu entsprechende Lösungsvorschläge. Bereits vor Einleitung des Beteiligungsprozesses sollen die erforderlichen Gutachten in Auftrag gegeben werden; siehe auch:
http://frankenbadfreunde.de/2018/11/14/zeitschiene-buergergutachtenbaederkonzept-
zu-ambitioniert-mehr-gruendlichkeit-statt-schnelligkeit/

Nach zwei Bürgerentscheiden müssen endlich alle Fakten auf den Tisch. Belastbare und von den Bürgern nachvollziehbare Entscheidungsgrundlagen bilden eine wesentliche Voraussetzung für die Akzeptanz des neuen Bäderkonzepts. Pauschale Hochrechnungen veralteten Zahlenmaterials zum Sanierungsumfang und den Sanierungskosten der jeweiligen Bestandsbäder sind mit erheblichen Risiken verbunden und damit als Arbeitsgrundlage für das Bürgergutachten ungeeignet.

Die Frankenbadfreunde erwarten, dass bei der noch zu beauftragenden Grundlagenermittlung für das Baudenkmal Frankenbad auch die Kostenpositionen geklärt werden, die in den bisherigen Kostenschätzungen nicht angemessen berücksichtigt wurden.

Dazu gehören insbesondere:
1. Mehrkosten aufgrund der Auflagen des denkmalpflegerischen Bindungsplans,
2. Konzept für die Herstellung der Barrierefreiheit,
3. Brandschutzkonzept einschließlich Kostenermittlung,
4. Schadstoffgutachten und die vom Gutachter dringend empfohlene
Untersuchung der Bauteilquerschnitte.

Für die Frankenbadfreunde ist nicht nachvollziehbar, warum der Oberbürgermeister die Bereitstellung der erforderlichen Grundlagen nicht längst von sich aus in Angriff genommen hat. Die Frankenbadfreunde hoffen, dass der Antrag am 02.04.2019 eine breite Mehrheit im Sportausschuss finden wird. In Anbetracht der Zeitschiene für das Beteiligungskonzept bestehen allerdings Zweifel, ob die noch zu beauftragenden Gutachter ihre Ergebnisse zeitgerecht für das Bürgergutachten liefern können.

Ilse Brusis, Expertin für Planungszellen, hat unlängst in einem GA- Leserbrief folgenden Kommentar abgegeben: „Alle Vorschläge, die den Bürgerinnen und Bürgern in den Planungszellen zur Beratung vorgetragen werden – sei es von Gegnern oder Befürwortern der jeweiligen Planungen – bedürfen jedoch der Darstellung der Kosten. Planungszellen sind kein Planspiel. Es ist ein Irrtum anzunehmen, dass die Planungszellen Luftschlösser produzieren. In allen Planungszellen, die ich über 40 Jahren begleitet habe, sind die Kosten und deren Finanzierung die Wunde, in die die Bürger ihren Finger legen.“

Die Frankenbadfreunde werden weiterhin kritisch-konstruktiv die Ausgestaltung der Zukunft des Baudenkmals Frankenbad begleiten und sich dafür einsetzen, dass die Erarbeitung eines Nachnutzungskonzepts und dessen Kosten mit einer breiten Öffentlichkeitsbeteiligung spätestens dann in Angriff genommen wird, wenn im Rahmen des Bürgerbeteiligungsprozesses zum gesamtstädtischen Bäderkonzept erkennbar wird, dass andere Lösungen als die Sanierung des Frankenbads als Schwimmbad mehrheitlich favorisiert werden.

Frankenbadfreunde sind gegen Abriss des Baudenkmals und Neubau an selber Stelle

Mit großer Verwunderung haben die Frankenbadfreunde die Ausführungen des CDU-Fraktionsvorsitzenden in der letzten Ratssitzung des vergangenen Jahres zur Kenntnis genommen, dass bei der Erstellung des neuen gesamtstädtischen Bäderkonzeptes bei der Lösungsfindung für das Frankenbad neben der Sanierung auch die Option „Neubau am Standort“, also Abriss des Baudenkmals, in die weiteren Betrachtungen einbezogen werden soll.
http://www2.bonn.de/bo_ris/daten/o/pdf/18/1813055EB8.pdf

Aufgrund des bisherigen Diskussionsverlaufs ist der Verein bislang davon ausgegangen, dass der Erhalt des Baudenkmals Frankenbad im Rat unstrittig sei. Noch vor wenigen Monaten hatte die CDU-Fraktion in einem gemeinsamen Antrag mit der FDP zugesagt, „das Baudenkmal Frankenbad losgelöst von der Frage der zukünftigen Nutzung erhalten zu wollen.“
http://www2.bonn.de/bo_ris/daten/o/pdf/18/1812472AA20.pdf

Die aktuelle Positionierung der CDU-Fraktion ist kein gutes Signal für die bevorstehende ergebnisoffene Bürgerbeteiligung, zumal der Bürgerantrag der Frankenbadfreunde abgelehnt wurde. Der Verein hatte vorgeschlagen, alle in der öffentlichen Diskussion befindlichen Nutzungsvarianten (1. Erhaltung als Schwimmbad, 2. Modernisierung zu einem attraktiven Familienbad und 3. Nachnutzungskonzept) zu konkretisieren und für diese die jeweiligen Kosten zu ermitteln. Die Gründe, warum der Bürgerantrag von den Befürwortern der Sanierung als Schwimmbad abgelehnt wurde, sind nachvollziehbar. Das Abstimmungsverhalten der Befürworter eines neuen Schwimmbads wirft allerdings Fragen auf.

Als Denkmalschutzverein werden sich die Frankenbadfreunde weiterhin für den Erhalt des Baudenkmals einsetzen und deshalb im Beteiligungsverfahren zum neuen Bäderkonzept auch weiterhin dafür werben, dass die Erarbeitung eines Nachnutzungs-konzepts samt Kostenschätzung eingeleitet wird. Dies sollte spätestens geschehen, sobald bei der Erarbeitung des Bürgergutachtens erkennbar werden sollte, dass eine andere dezentrale Lösung als die Sanierung des Frankenbads als Schwimmbad favorisiert wird.

Der Verein hofft, dass der Bürgerantrag eine Mehrheit findet, die Zeitschiene für die Dachsanierung in 2019 bis zum Ende des 1. Quartals vorzulegen.

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TubaChristmas am 8.12.2018

Liebe Tiefblechtöner,

am 8. Dezember gibt es zum dritten Mal TubaChristmas in Bonn. Begonnen hat dieses weltweit anzutreffende Phänomen 1974 auf dem Rockefeller Center in New York. Eingeladen sind alle Spieler von Instrumenten der Tubafamilie (also Tuba, Euphonium, Tenorhorn, Bariton, Althorn, Sousaphon, Helikon und Verwandtes), unabhängig vom Können! Gemeinsame Probe von 12 bis 13.30 Uhr im Gemeindesaal der Marienkirche, Adolfstraße 28. OFFENES KONZERT von 14 bis 14.30 Uhr auf dem Frankenbadblatz.

TubaChristmas ist ein Adventskalender-Türchen von UNERWARTET ERWARTET und wird von Erhard Schwartz organisiert. Die Frankenbadfreunde steuern Glühwein und Kekse bei.

Hier gibt’s den Flyer zum Herunterladen>>