Frankenbadfreunde freuen sich über Unterstützung der SPD

Die Freundinnen und Freunde des Frankenbades e. V. begrüßen den Antrag der SPD zur Weiterentwicklung der Bäderlandschaft in Bonn; siehe
http://www2.bonn.de/bo_ris/daten/o/pdf/19/1910525.pdf

Mit dem Antrag greift die SPD die seitens des Vereins bereits im November 2018 vorgetragene Kritik an der vom Oberbürgermeister vorgeschlagenen Ausgestaltung des Bürgerbeteiligungskonzepts zum gesamtstädtischen Bäderkonzept auf und macht hierzu entsprechende Lösungsvorschläge. Bereits vor Einleitung des Beteiligungsprozesses sollen die erforderlichen Gutachten in Auftrag gegeben werden; siehe auch:
http://frankenbadfreunde.de/2018/11/14/zeitschiene-buergergutachtenbaederkonzept-
zu-ambitioniert-mehr-gruendlichkeit-statt-schnelligkeit/

Nach zwei Bürgerentscheiden müssen endlich alle Fakten auf den Tisch. Belastbare und von den Bürgern nachvollziehbare Entscheidungsgrundlagen bilden eine wesentliche Voraussetzung für die Akzeptanz des neuen Bäderkonzepts. Pauschale Hochrechnungen veralteten Zahlenmaterials zum Sanierungsumfang und den Sanierungskosten der jeweiligen Bestandsbäder sind mit erheblichen Risiken verbunden und damit als Arbeitsgrundlage für das Bürgergutachten ungeeignet.

Die Frankenbadfreunde erwarten, dass bei der noch zu beauftragenden Grundlagenermittlung für das Baudenkmal Frankenbad auch die Kostenpositionen geklärt werden, die in den bisherigen Kostenschätzungen nicht angemessen berücksichtigt wurden.

Dazu gehören insbesondere:
1. Mehrkosten aufgrund der Auflagen des denkmalpflegerischen Bindungsplans,
2. Konzept für die Herstellung der Barrierefreiheit,
3. Brandschutzkonzept einschließlich Kostenermittlung,
4. Schadstoffgutachten und die vom Gutachter dringend empfohlene
Untersuchung der Bauteilquerschnitte.

Für die Frankenbadfreunde ist nicht nachvollziehbar, warum der Oberbürgermeister die Bereitstellung der erforderlichen Grundlagen nicht längst von sich aus in Angriff genommen hat. Die Frankenbadfreunde hoffen, dass der Antrag am 02.04.2019 eine breite Mehrheit im Sportausschuss finden wird. In Anbetracht der Zeitschiene für das Beteiligungskonzept bestehen allerdings Zweifel, ob die noch zu beauftragenden Gutachter ihre Ergebnisse zeitgerecht für das Bürgergutachten liefern können.

Ilse Brusis, Expertin für Planungszellen, hat unlängst in einem GA- Leserbrief folgenden Kommentar abgegeben: „Alle Vorschläge, die den Bürgerinnen und Bürgern in den Planungszellen zur Beratung vorgetragen werden – sei es von Gegnern oder Befürwortern der jeweiligen Planungen – bedürfen jedoch der Darstellung der Kosten. Planungszellen sind kein Planspiel. Es ist ein Irrtum anzunehmen, dass die Planungszellen Luftschlösser produzieren. In allen Planungszellen, die ich über 40 Jahren begleitet habe, sind die Kosten und deren Finanzierung die Wunde, in die die Bürger ihren Finger legen.“

Die Frankenbadfreunde werden weiterhin kritisch-konstruktiv die Ausgestaltung der Zukunft des Baudenkmals Frankenbad begleiten und sich dafür einsetzen, dass die Erarbeitung eines Nachnutzungskonzepts und dessen Kosten mit einer breiten Öffentlichkeitsbeteiligung spätestens dann in Angriff genommen wird, wenn im Rahmen des Bürgerbeteiligungsprozesses zum gesamtstädtischen Bäderkonzept erkennbar wird, dass andere Lösungen als die Sanierung des Frankenbads als Schwimmbad mehrheitlich favorisiert werden.

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