Pressemitteilung: Frankenbadfreunde begrüßen vorgeschlagenes Nutzungsspektrum von Sport bis Kultur, haben aber erhebliche Bedenken gegen Reduzierung der Bürgerbeteiligung

Die Freundinnen und Freunde des Frankenbades e.V. begrüßen im Grundsatz die Vorlage der Verwaltung zu den beauftragten Leitplanken als möglichen Rahmen für die Durchführung eines Werkstattverfahrens im Vorlauf zur Erarbeitung eines Nachnutzungskonzepts. Die Vorlage zeigt auf, dass das Baudenkmal Frankenbad für öffentliche Nutzungen erhalten bleiben kann, auch wenn es die ursprüngliche Funktion als Schwimmbad verlieren sollte.

Das vorgeschlagene Nutzungsspektrum von Sport bis Kultur mit zusätzlichen Räumen für Begegnung wird grundsätzlich befürwortet. Die Frankenbadfreunde sind davon überzeugt, dass diese Nutzungen am ehesten mit den Aussagen des denkmalpflegerischen Bindungsplans in Einklang stünden. So kann trotz der Aufgabe der Schwimmnutzung eine positive Entwicklung des Macke-Viertels und der Altstadt vorangetrieben werden. Auch wenn in der Vorlage noch viele Fragen offen bleiben (Konkretisierung der Nutzungen, Verteilung im Gebäude, Betreiber/Finanzierung), entspricht der Vorschlag weitestgehend den Ergebnissen der von den Frankenbadfreunden im März 2017 veranstalteten Ideenbörse, an der sich ca. 50 Personen beteiligt hatten.

Im Nutzungsspektrum Sport setzen sich die Frankenbadfreunde weiterhin dafür ein, dass das Lehrschwimmbecken erhalten bleibt. Wir erwarten, dass die Verwaltung entsprechend dem von einer breiten politischen Mehrheit erteilten Auftrag eine erste Einschätzung zur Realisierbarkeit in der Bezirksvertretung Bonn am 15.05.2018 abgeben wird.

Im Nutzungsspektrum Kultur regen die Frankenbadfreunde an, neben den Kultureinrichtungen vom August-Macke-Platz auch die Möglichkeit der Unterbringung des Deutschen Museums im weiteren Planungsverfahren zu prüfen. Die Verlagerung des Deutschen Museums in das Frankenbad würde die Bildungslandschaft im Bonner Norden deutlich stärken und insbesondere Kindern und Jugendlichen aus benachteiligten Quartieren den Zugang zur technischen und naturwissenschaftlichen Bildung deutlich erleichtern. Als Bindeglied zwischen dem neuen Publikumsmagneten August-Macke-Haus und dem Frauenmuseum würde das Deutsche Museum am Standort Frankenbad darüber hinaus wesentlich zur Stärkung des Macke-Viertels als zweiter „kleiner“ Museumsmeile beitragen.

Die Frankenbadfreunde setzen sich weiterhin für ein transparentes Planungs-verfahren mit intensiver Beteiligung der Öffentlichkeit ein. Gegen die von der Verwaltung zusammen mit den Leitplanken in die Beratungen eingebrachte deutliche Reduzierung der Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger bestehen jedoch erhebliche Bedenken. Die Rechtfertigung der Verwaltung, es handele sich dabei um die Umsetzung eines politischen Auftrags, kann anhand des Wortlauts des Jamaika-Änderungsantrags nicht nachvollzogen werden.

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